Das bieten wir an

Wir bieten Fortbildungen und Workshops an, in denen wir anhand von Übungen und Informationen gemeinsam über queere Lebens- und Sterberealitäten reflektieren. Unsere Angebote vermitteln, was es braucht, um queere Personen bestmöglich in Bestattungs- und Trauerprozessen zu unterstützen.

Wir freuen uns über weitere Anfragen und Kooperationen, gern per Mail an info@KulturTrauer.net.

…hier ist jeder Mensch willkommen… Warum queersensible Hospizarbeit wichtig ist.

Gemeinsam mit dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V. haben wir eine Broschüre zur queersensiblen Hospizarbeit veröffentlicht und diesen Grundlagentext zu geschlechtlicher Vielfalt in der Hospizarbeit geschrieben.

Together with the state support center for hospice work and palliative care in Lower Saxony, we have published a brochure on queer-sensitive hospice work (DE) and written this text on gender diversity in hospice work (EN).

Queer Lives. Queer Loss. Queer Mourning.
Erinnern zwischen Verlust, Verbundenheit und Widerstand – Remembrance in the midst of loss, connection and resistance.

Wie wird Trauer zur Fürsorge? Wann wird Erinnern zum Widerstand?
Ab 16. November 2025 luden wir in der Kiezkapelle Neukölln zu einer interaktiven Ausstellung über queeres Leben, Sterben, Trauern und Erinnern ein. Persönliche Objekte, Kunst und Stimmen erzählten von Verlust, Liebe, Kampf und Fürsorge. Besucher*innen wurden selbst Teil des Raumes – beim Teetrinken, im Gespräch oder beim gemeinsamen Besticken eines Quilt-Wandteppichs. Ein vielstimmiges Begleitprogramm mit Konzerten, Workshops, Filmen und einem Gedenkspaziergang am 20. November 2025 ergänzte die Ausstellung. Mit über 800 Besucher*innen und tollem Feedback schloss die Ausstellung am 23. November 2025 mit einem berührenden Community-Chorauftritt. Das war das Programm (PDF). Informationen zu den Exponaten sind im Handout nachlesbar. Die Audiobeiträge zu einigen der Exponate werden bald ebenfalls an dieser Stelle zugänglich sein.

When does mourning become care? When does remembrance turn into resistance?
From the 16th-23rd November 2025, we invited people to come to the Kiezkapelle in Neukölln for an interactive exhibition on queer life, death, mourning and remembrance. Personal objects, art and audio recordings told stories of loss, love, struggle and care. The visitors became part of the exhibition – drinking tea, engaging in conversation or embroidering a quilt tapestry together. A diverse accompanying programme of concerts, workshops, films and a memorial walk complemented the exhibition and with over 800 visitors during the week and some great feedback it closed with a moving and joyous community choir performance. Here is a link to the full programme (PDF). Information about the exhibits can be found here. The audio contributions to some of the exhibits will also be available here soon.

Diskriminierungsreduzierte Begleitung

Die menschliche Vielfalt von Identitäten und Lebensentwürfen ist für viele von uns eine wichtige Motivation, im Feld Sterben, Tod und Trauer zu arbeiten. Gerade in Umbruchszeiten sind wir in gesellschaftliche Strukturen und Normen eingebettet. Selbst wenn Begleitende alle Menschen gleich begrüßen würden, kämen doch nicht alle gleich. Erfahrungen mit Marginalisierung und Diskriminierung können in Krisensituationen rund um Sterben und Trauer zusätzlich belasten.

Wir möchten dazu beitragen, dass alle Trauernden und Sterbenden die Unterstützung erhalten, die sie benötigen. Deshalb engagieren wir uns für eine Sterbe- und Trauerbegleitung, die Diskriminierungserfahrungen begegnet und möglichst reduziert.

Queerfreundliche Begleitung und Queer Death

Unser Schwerpunkt hierbei ist der Bereich queersensible Begleitung, weil wir hier die umfänglichste persönliche Erfahrung mitbringen. Queere Menschen, also Menschen, die jenseits der binären und oder heteronormativen Geschlechtervorstellungen leben und lieben, lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter, und nicht-binäre (LSBTQIA+) Personen sind besonderen Herausforderungen in der palliativen Pflege, in der Sterbebegleitung, bei der Organisation von Bestattungen, in der Nachlassplanung und in ihren Trauerprozessen ausgesetzt.

Wir bieten Workshops an, die für queere Lebens- und Sterbensrealitäten sensibilisieren. Diese richten sich vornehmlich an Begleitende, die selbst nicht queer sind. Wir engagieren uns beim Aufbau von Netzwerken, um Versorgungstrukturen zu verbessern. In Niedersachsen setzen wir uns zusammen mit Menschen aus der Hospiz- und Palliativversorgung und Trauerbegleitung dafür ein, die Thematik in die Qualifizierung von Haupt- und Ehrenamtlichen Sterbe- und Trauergleiter*innen aufzunehmen. Dazu haben wir ein Kapitel in einem Fachbuch zur Trauerbegleitung von Eltern von Sternenkindern geschrieben, das bald im Ovis Verlag erscheinen wird. In Berlin möchten wir ebenfalls entsprechende Netzwerke initiieren.

Gemeinsam mit dem Projekt Vielfalt Pflegen und der Hospizgruppe Freiburg haben wir einen Flyer zur Bestattungsvorbereitung erstellt und beteiligen uns aktuell an der Erstellung eines Leitfadens für queere Bestattungskultur des Berliner Senats. Gemeinsam mit anderen organisieren wir für das Bundestreffen des BVT (Bundesverband Trauerbegleitung e.V.) in 2025 einen Schwerpunkt zum Thema Diversität.

Gemeinsam mit dem Landesstützpunkt Hospizarbeit und Palliativversorgung Niedersachsen e.V. haben wir eine Broschüre zur queersensiblen Hospizarbeit veröffentlicht.

Außerdem bieten wir Beratung und Trauerbegleitung für Menschen aus der LSBTQIA+ Communities (im allerweitesten Sinne) an.

In unserer Bestattungsarbeit ist es uns besonders wichtig, Wege zu finden, um Wahlfamilien, vielfältigen Beziehungsformen und Herkunftsfamilien gemeinsam einen Platz für Trauer, rechtliche Absicherung und Abschied zu ermöglichen.

Gerade in diesem Arbeitsbereich sind wir besonders auf Spenden angewiesen!