Valerie Kottmann

Pronomen: sie/ihr

Der frühe Tod meines Vaters hat die Themen Tod, Verlust und Abschiednehmen schon lange in meinem Leben verankert. Es hat einige Jahre gedauert, bis ich erkannte: genau dieses Thema soll auch beruflich mein Mittelpunkt sein. Die Arbeit bei memento ermöglicht mir das.

Als Bestatterin begleite ich heute Menschen in der sensiblen Zeit nach dem Tod einer nahestehenden Person. Dabei ist es mir wichtig, Raum für individuelle Abschiedswege zu schaffen und den Bestattungsprozess so zu gestalten, wie es für die Zugehörigen stimmig ist. Diese Arbeit erfüllt mich – weil sie Nähe, Echtheit und Zuwendung braucht.

An der Bildungsarbeit von Kultur:Trauer e.V. begeistert mich, Sterben, Tod und Trauer wieder mehr in den gesellschaftlichen Alltag zu bringen, ihnen etwas von ihrem Schrecken zu nehmen und aufzuzeigen, dass die Auseinandersetzung mit dem Tod auch Verbindung und Gemeinschaft stiften kann.

Vor memento habe ich Kultur- und Sozialanthropologie und Soziologie in Wien und Potsdam studiert, in verschiedenen Ländern gelebt und eine Zeit lang in der Kinder- und Jugendhilfe gearbeitet.