Aktuelle Termine

Anmeldebogen (PDF)
Modulbeschreibung (PDF)

Grundlagen-Modul

(gemeinsam mit den Teilnehmenden der Bestatter*innenausbildung)

26.-27. September 2026, Berlin

Fachmodul Rituale gestalten 2026

Block 1: 28. September – 1. Oktober 2026, Wendland (gemeinsam mit den Teilnehmenden der Bestatter*innenausbildung)
2 Online-Abende am 13. und 26. Oktober 2026 (gemeinsam mit den Teilnehmenden der Bestatter*innenausbildung)
weitere 3-5 gemeinsam vereinbarte Online-Termine
Block 2: 27.-29. November 2026, Berlin

dazwischen eigenständige Arbeit

Grundlagen-Module 2027

9.-10. Januar 2027, Berlin
oder 20.-21. Januar 2027, Berlin
oder 6.-7. April 2027, Berlin
oder 26.-27. Juni 2027, Berlin

(gemeinsam mit den Teilnehmenden der Bestatter*innenausbildung)

Fachmodul Zuhören und Verstehen 2027

19.-22. April 2027, Zülpich (gemeinsam mit den Teilnehmenden der Bestatter*innenausbildung)
3-5 gemeinsam vereinbarte Online-Termine

dazwischen eigenständige Arbeit

Fachmodul Rituale gestalten 2027

Block 1: 28. Juni – 1. Juli 2027, Wendland (gemeinsam mit den Teilnehmenden der Bestatter*innenausbildung)
2 Online-Abende (Termine tbc, gemeinsam mit den Teilnehmenden der Bestatter*innenausbildung)
weitere 3-5 gemeinsam vereinbarte Online-Termine
Block 2: 20.-22. August 2027, Berlin

dazwischen eigenständige Arbeit

 

Übersicht vergangene und anstehende Termine (PDF)

Trauerreden halten

Ausbildungsteam: Jan S. Möllers und  Verena Ries
Weitere Referent*innen: Chris Paul

Nachfragen gern per Mail an jan_moellers@memento-entwicklungen.de

Eine Trauerfeier würdigt die verstorbene Person, aber sie ist auch ein Erfahrungsraum in dem diejenigen, die weiterleben, gestärkt werden können. Als Redner*in (oder Pastor*in) können wir dabei einen Unterschied machen – durch unsere Worte und die kollektive Erzählung, zu der wir einladen. Eine Trauerfeier zu leiten, bedeutet, einen Raum zu öffnen, in dem Verbundenheit auch über den Tod hinaus erfahrbar wird, Gefühle gefühlt werden können und Sinn gesucht und gefunden werden kann. Kurz: ein Übergangsritual zu gestalten, das beim Weiterleben hilft.

Seit 2011 entwickeln wir im Projekt memento Bestattungen den Ansatz des trauerbegleitenden, prozessorientierten Bestattens: ein zeitgemäßes Verständnis von Ritualen, das Traditionen integriert und offen für neue Formen ist, mit traumasensibler Begleitung und performativem Handeln, das die Lebenserzählungen der Toten und der Lebenden miteinander verwebt.

Seit 2020 bilden wir andere Menschen in unserer Arbeitsweise aus. Lernen verstehen wir als Zusammenspiel von Denken, Reflektieren und Probehandeln. Ausgangspunkt sind konkrete Situationen aus der Bestattungswelt und beispielhafte Biografien, eingebettet in ein ressourcenorientiertes Verständnis von Trauerprozessen.

Unsere Lehrformate sind Brave Spaces: wohlwollende, fehlerfreundliche Räume, in denen Fragen, Unsicherheiten und eigene Perspektiven ausdrücklich Platz haben. Wir lehren so, wie wir auch Rituale verstehen – beziehungsorientiert, verantwortungsvoll, sensibel für Vielfalt und mit Blick auf das, was Menschen stärkt und handlungsfähig macht.

Die Ausbildung besteht aus Modulen. Das Grundlagenmodul steht am Anfang. Die beiden weiteren Fachmodule können auch einzeln und in freier Reihenfolge belegt werden.

 

Die Module

Grundlagenmodul

Trauerbegleitung in der Schwellenzeit

Gemeinsam erarbeiten wir mit dem TrauerKaleidoskop nach Chris Paul eine methodische und fachliche gemeinsame Basis für die Begleitung von Trauernden in der Schwellenzeit zwischen Tod und Bestattung. Wie können Abschiedsrituale stabilisieren, würdigen und Orientierung geben?

Dieses Modul findet gemeinsam mit den Teilneh­menden der Bestatter*innenausbildung statt.

Fachmodul „Zuhören und Verstehen“

Das Gespräch mit den Zugehörigen ist die Grundlage für hilfreiche Begleitung, gute Reden und passende Rituale. In diesem Modul geht es um Stabilisierung, Gesprächs- und Fragetechniken sowie bewusstes, präsentes Zuhören.

Block 1: Zuhören und Fragen

Viertägiges Präsenzseminar (teilweise gemeinsam mit der Bestatter*innenausbildung).
Gast: Chris Paul – traumasensibles Sprechen über belastende Themen.

Block 2: Verstehen und Verdichten

Selbstständige Einzelarbeit und 2–3 Online-Termine zur gemeinsamen Reflexion eines Probegesprächs.

Fachmodul „Rituale gestalten“

Die Trauerfeier als Übergangsritual kann helfen, Tod und Verlust zu begreifen, sich an neue Lebensumstände anzupassen und Erinnerungen in das eigene Leben zu integrieren.

Block 1: Raum und Ritual

In kleinen Gruppen arbeiten wir mit der von memento entwickelten RISE-Praxis an beispielhaften Biografien und gestalten individuelle Konzepte für Trauerfeiern. Im Sinne performativen Handelns werden diese praktisch umgesetzt und in ihrer Wirkung auf Raum, Ritual und Teilnehmende reflektiert. Es ist ein viertägiges Präsenzseminar, ergänzt mit zwei Online-Einheiten zur Reflektion des eigenen Ritualbegriffs.

Block 2: Erinnern und Erzählen

Zweitägiges Präsenzseminar, das Erzählen als lebendigen Akt von Stimme, Haltung und Präsenz versteht. Auf Grundlage biografischer Einzelarbeit erforschen wir, wie Erinnerungen im Erzählen Gestalt annehmen und im Raum wirken.

 

Organisatorisches und Kosten

Anmeldebogen (PDF)

Das Grundlagenmodul kostet 300,- Euro. Das Fachmodul „Zuhören und Verstehen“ kostet 900,- €, das Fachmodul „Rituale gestalten“ kostet 1.200,- €. Bei Buchung der gesamten Ausbildung fallen 2.100,- € an.

Alle Kosten gelten zuzüglich Kosten für Unterkunft und Verpflegung sowie Supervision und ggf. Reisekosten. Informationen zu den Zahlungsmodalitäten und Antworten auf alle weiteren Fragen geben wir gerne per Mail (jan_moellers@memento-entwicklungen.de) oder telefonisch 030 347 147 87.

Ermäßigungen für Menschen mit geringerem finanziellen Spielraum sind möglich.

 

Einige Teilnehmendenstimmen

„Ich möchte mich nochmal ganz herzlich bei Euch bedanken. Ich war begeistert von den vielfältigen Inhalten, den kreativen und interaktiven Methoden und der angenehmen Lernatmosphäre. Jans Erfahrung als Trauerredner und Bestatter kombiniert mit Verenas Erfahrung als Trauerbegleiterin und Performerin – das ist immense Kompetenz in einer perfekten Mischung.“ (Rune Meissel, www.runemeissel.de)

„Das habe ich in meiner bisherigen, knapp 30jährigen Berufspraxis nicht erlebt: Dass ich während eines Seminars von der ersten bis zur letzten Sekunde neugierig und gespannt auf der Stuhlkante saß. Gleichzeitig durfte ich an einer pädagogisch und methodisch klug aufgebauten Fülle an Wissen über Theorie und Komplexität der Zusammenhänge in der Praxis teilhaben.“ (Nicole Fadani, www.nicole-fadani.de)

Bei uns auf dem Land ist es bei den Bestattungen zwar häufig noch sehr altmodisch und steif, dafür habe ich viel Zeit zum Reden. Und wenn nach der Rede jemand kommt und fragt, ob ich den Verstorbenen kannte (was meistens nicht der Fall ist) – dann muss ich schmunzeln und denke – ja – so soll es sein.“ (Andrea Mirring)