Das bieten wir an:

Wir bieten Fortbildungen und Workshops an, in denen wir anhand von Übungen und Informationen gemeinsam über queere Lebens- und Sterberealitäten reflektieren. Unsere Inhalte vermitteln, was es braucht um queere Personen bestmöglich in Bestattungs- und Trauerprozessen zu unterstützen.

Vom 4.-6. September 2023 machen wir eine Fortbildung für das Trauer Netzwerk Niedersachsen in der Göhrde (Wendland).

Im Sommersemester 2023 bietet Yvonno an der Universtät in Kassel ein Seminar zu Queer Death: Soziologische Perspektiven auf queere Realitäten in Sterben, Tod und Trauer an.

Wir freuen uns über weitere Anfragen und Kooperationen, gern per Mail an info@KulturTrauer.net.

Queer Death

Referent*innen: Hanna Fricke und Yvonno Leeb

Wir verwenden den Begriff Queer Death, um die Erfahrungen von Trauer, Tod und Sterben innerhalb der LGBTQIA+ Community zu beschreiben. In Deutschland leben ungefähr 8,3 Millionen[1] lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter, queere und nicht-binäre Personen.

LSBTQIA+ Personen sind besonderen Herausforderungen in der palliativen Pflege, in der Sterbebegleitung, bei der Organisation von Bestattungen und in der Nachlassplanung ausgesetzt.

Auch das deutsche Bestattungsrecht wird queeren Lebensrealitäten nicht gerecht. So ist es beispielsweise noch immer nicht selbstverständlich, dass Menschen ihre Namen und ihren Personenstand auch im Tod selbst bestimmen dürfen. Auch die Bestattungspflicht ist nach binär-heteronormativen, biologistischen Verwandtschaftsgraden geregelt.

Es gibt allerdings Wege, um Wahlfamilien, vielfältigen Beziehungsformen und Herkunftsfamilien gemeinsam einen Platz für Trauer, rechtliche Absicherung und Abschied zu ermöglichen.

Indem wir anerkennen und dazu aufklären, dass queere Lebens- und Sterberealitäten besondere Herausforderungen mit sich bringen, möchten wir dazu beitragen, dass alle Trauernden und Sterbenden die Unterstützung erhalten, die sie benötigen.

 

 

[1] Quelle: https://schwulenberatungberlin.de/qualitaetssiegel-lebensort-vielfalt/