Aktuelle Termine

Workshopwochenende „Trauerbegleitung nach gewaltsamen Toden“

6.-7. Juni 2026, Lotsenhaus Hamburg, Museumstraße 31, 22765 Hamburg

Wenn Trauma und Trauer zusammentreffen, entsteht oft eine Situation, die alle Beteiligten überfordert: die Betroffenen selbst ebenso wie diejenigen, die sie begleiten. In dieser Fortbildung geht es darum zu verstehen, wie Trauerprozesse durch Traumareaktionen geprägt sein können – und wie Begleitung dennoch Halt, Verbundenheit und Selbstwirksamkeit ermöglichen kann. Der praktische Fokus liegt auf der Zeit unmittelbar nach einem plötzlichen oder gewaltsamen Tod, die längerfristige Perspektive im Trauerprozess wird dabei immer wieder mit einbezogen. Neben kurzen theoretischen Inputs zu Trauma und Stabilisierung stehen Übungen im Mittelpunkt, die Körperwahrnehmung, Präsenz und Verbundenheit stärken. Traumasensible Trauerbegleitung ist eine Haltung und Arbeitsweise, die Menschen nicht auf ihre Verletzungen reduziert. Sie unterstützt Trauernde in Krisen ebenso wie stabile Trauernde und hilft Begleitenden, ihre Arbeit intensiv und zugleich ressourcenschonend langfristig auszuüben. Referent*innen sind Jan S. Möllers und Valerie Kottmann.

Weitere Informationen und Anmeldung direkt beim Lotsenhaus

Traumasensible Trauerbegleitung

Referent*innen: Jan S. Möllers

Nachfragen gern per Mail an jan_moellers@memento-entwicklungen.de

Wenn Trauma und Trauer aufeinandertreffen, ist das für die Betroffenen oft eine sehr schwierige Lebenssituation und für Trauerbegleiter*innen eine (mindestens) doppelte Herausforderung.

Themen die aus der Trauerbegleitung vertraut sind, wie Stabilisierung und die Erfahrung von Selbstwirksamkeit bekommen für diese Begleitungen eine neue und besondere Bedeutung. In dieser Fortbildung wird das notwendige Wissen für eine traumasensible Trauerbegleitung vermittelt und für verschiedene Situationen eingeübt: Unterstützung bei (möglichem) akutem Trauma/Schocktrauma z.B. bei gewaltsamen Todesumständen und Stabilisierungsmöglichkeiten bei Reaktivierung von Traumata im Trauerprozess.

Körper- und Gesprächsübungen bereiten auf die Begegnung mit dieser besonderen Form von Verlust und Schmerz und der empfundenen Erstarrung und Trostlosigkeit vor. In kurzen Vorträgen wird Grundwissen über Traumatisierung vermittelt und für die Praxis der Trauerbegleitung (nicht Traumatherapie) aufbereitet. Ein Verständnis über Traumata in unseren Biografien und Familiensystemen hilft, unsere Fähigkeit zu trauern neu zu verstehen und zu entfalten. Eine Auseinandersetzung mit Trauer und Trauma erweitert das Verständnis um die Reaktionen im eigenen Trauerprozess sowie in der Begleitung.